Bis zum Jahresende sollen laut Behördenangaben mindestens weitere 15 Flüchtlingsunterkünfte für 2000 Menschen oder mehr errichtet werden.
Aus Kapazitätsgründen können wir nur selten Meldungen veröffentlichen, die nicht in direktem Zusammenhang mit unseren Schwerpunkten stehen. Umfassende Informationen und Nachrichten im Bereich Flucht und Migration finden Sie z.B. beim Flüchtlingsrat Berlin oder beim Flüchtlingsrat Niedersachsen.
Meldungen von Interesse
Rückblick: Flüchtlinge setzen Rechte durch
Seit dem März 2013 können Geflüchtete nach der dreimonatigen Unterbringung in der Erstaufnahmeeinrichtung in private Wohnungen ziehen. Mit dieser Entscheidung des Senats geht ein zwei Jahre dauernder Protest erfolgreich zu Ende, zu dessen Beginn die Wohndauer in den Bremer Flüchtlingsunterkünften noch drei Jahre betrug.
Fachtag zur geschlossenen Unterbringung in Bremen
Jugendhilfe hinter Gittern?
Unlängst hat der Senat der Hansestadt Bremen beschlossen, eine geschlossene Einrichtung für Minderjährige im Rahmen der Jugendhilfe zu schaffen. Das Jugendhilfesystem ist überlastet. Die Wohn-, Lebens- und Betreuungssituation für minderjährige Flüchtlinge ohne Eltern ist beschämend schlecht, die Polizei bildet Sonderkommissionen und die Politik ist bereit in die Grauzonen der Hilfe zur Erziehung vorzustoßen: Mit einem 3-Stufen Konzept auf dem Gelände der JVA Oslebshausen: 1. Stufe geschlossen, 2. Stufe fakultativ geschlossen, 3. Stufe offen.
„An den Ohren ziehen“ –
Mazedoniens schwelender Rassismus
Seit Anfang März 2015 sind wir mit einer Recherchegruppe aus deutschen und französischen AnwältInnen, JournalistInnen, AktivistInnen und einer Ärztin in Mazedonien, um zur Situation der hier lebenden Roma zu recherchieren. Mitten in unsere Recherchen fällt ein Skandal in der Mazedonischen Politik, der in der anhaltende Regierungskrise des Landes nicht nur Vorwürfe der Wahlfälschung untermauert, sondern – fast nebenbei – den schwelenden Rassismus gegen die Minderheit der Roma im Land belegt: Durch ein Zitat der Innenministerin Gordana Januloska (VMRO-DPMNE).
Syrien-Aufnahmeprogramme
In Deutschland lebende Menschen mit syrischem Hintergrund haben nur eine geringe Chance, Angehörige, ggf. auch Bekannte aus der syrischen Krisenregion zu sich nach Deutschland in Sicherheit zu bringen. Bund und Länder haben hierfür Möglichkeiten zur legalen Einreise von Syrien-Flüchtlinge geschaffen – allerdings nur für eine geringe Zahl und unter bürokratischen Umständen.
Details dazu hat Pro Asyl zusammen gestellt: https://www.proasyl.de/de/home/syrien/
Weitere Infos zum Familiennachzug von Schutzberechtigten aus Syrien und Irak befinden sich hier. Das neu erstellte Dokument zur Vorabzustimmung gibt es auf der Homepage des Stadtamt Bremen.
Studie widerlegt Vorurteile zu Jugendkriminalität
Sind Jugendliche aus Einwandererfamilien besonders kriminell? fragt die taz und stellt ein neues Gutachten vor, welches diese Annahme widerlegt. Dies ist insbesondere vor der aktuellen Diskussion über vermeintliche steigende Zahlen von Gewaltdelikten (durch Jugendliche) in Bremer Flüchtlingsunterkünften wichtig zu berücksichtigen.




