START – Unterstützung für junge Geflüchtete aus der Ukraine

Unser Projekt START unterstützt junge Ukraine-Geflüchtete, die dort gelebt, studiert und gearbeitet haben, aber nicht die ukrainische Staatsangehörigkeit besitzen. Obwohl sie vor dem selben Krieg und den selben Bomben geflüchtet und erlaubt in das Bundesgebiet eingereist sind, ist die aufenthaltsrechtliche Situation der drittstaatsangehörigen Ukraine-Geflüchteten noch nicht nachhaltig geklärt: sie erhalten hier nicht automatisch ein Aufenthaltsrecht. Die Betroffenen brauchen daher kompetente Aufklärung, gezielte Unterstützung und praktikable Lösungsansätze. Dazu soll ein START ermöglicht werden.

Das Projekt gibt den jungen Geflüchteten in ihren sozial- und aufenthaltsrechtlichen Belangen eine erste Orientierung und Unterstützung durch Beratung sowie empowernde, ressourcenorientierte Angebote. Zudem werden engagierte Ehrenamtlichen gewonnen, die inhaltlich in die Problemkomplexe eingeführt und für Lösungsansätze im Sinne der Betroffenen qualifiziert werden. Durch START werden die gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten der jungen Geflüchteten erweitert, engagierte Unterstützer*innen weitergebildet und damit der solidarische Zusammenhalt in der Gesellschaft gestärkt.

Unsere Angebote und Ziele

Einzelfallberatung für geflüchtete Drittstaatsangehörige aus der Ukraine

  • Verbesserung der aufenthalts- und sozialrechtlichen Situation der drittstaatsangehörigen
    Ukraine-Geflüchteten durch einzelfallkonzipierte Beratung
  • Sicherung der existenzsichernden Grundlagen durch fachkompetente Unterstützung
  • Entwicklung von ressourcenorientierten Lösungsansätzen für individuelle Fragestellungen
    sowie strukturelle Problemlagen im Sinne der Betroffenen
  • Information über Angebote von Multiplikator*innen u.a. in den Bereichen Bildung,
    Arbeitsmarktzugang, gesundheitliche Versorgung

Aufbau von Unterstützungssstrukturen

  • Gewinnung von und Vernetzung mit Ehrenamtlichen sowie deren Qualifizierung im
    Aufenthalts- und Sozialrecht
  • Schulung von Ehrenamtlichen im Umgang mit institutionellen Hürden sowie behördlichen
    Anträgen und Bescheiden,
    Begleitungen zu Behörden organisieren
  • Kooperation mit z.B. Anwält*innen, Ärzt*innen und Akteur*innen aus dem Bereich
    Bildungssystem

Austausch zwischen jungen Ukraine-Geflüchteten und ehrenamtlichen Unterstützer*innen

  • Partizipation & Selbst- bzw. Mitbestimmungsmöglichkeiten von jungen Ukraine-Geflüchteten
    durch Empowerment stärken
  • Information, Anleitung & Sensibilisierung von ehrenamtlichen Unterstützer*innen,
    rassismussensible und diskriminierungsarme Fortbildung
  • Vernetzung und Powersharing von Ukraine-Geflüchteten und Unterstützer*innen, Stärkung der
    solidarischen Stadtgesellschaft durch Austausch und gegenseitige Unterstützung

Kooperation mit Multiplikator*innen

  • Vernetzung mit Multiplikator*innen (u.a. Hochschulzugang, Arbeitsmarktzugang, Zugang zu
    psychosozialer bzw. gesundheitlicher Versorgung)
  • Beratung von Multiplikator*innen (nachfrage- und bedarfsorientiert): Information über den
    aktuellen Ist-Stand im Bereich Aufenthalts- und Sozialrecht und ggf. weitere Bedarfe der
    Betroffenen