Erfolg der Kampagne „Hand- und Fußfesseln sind keine Jugendhilfe“:
Die gewaltvolle, rechtswidrige Handschellen-Anweisung ist vom Tisch

Die vom Flüchtlingsrat angestoßene Kampagne „Hand-und Fußfesseln sind keine Jugendhilfe!“ hat nach knapp zwei Jahren nun Früchte getragen. Das Bremer Sozialressort hat eine neue Verwaltungsanweisung veröffentlicht, in der keine „Anwendung unmittelbaren Zwangs“ gegen unbegleitete Minderjährige mehr angeordnet wird. Zukünftig lässt das Jugendamt also die ihnen schutzbefohlenen Jugendlichen nicht mehr in Fesseln legen, um ihren Widerstand gegen die Umverteilung in ein anderes Bundesland zu brechen.

Gegen die bislang geltende kolonial-rassistische Verwaltungsanweisung hatten neben dem Flüchtlingsrat weitere Expert*innen sowie Betroffene seit Anfang 2020 beharrlich protestiert. Es ist erschreckend, dass der Kampf um eine solche Selbstverständlichkeit so lange gedauert hat – nichtsdestotrotz konnten die Sozialbehörde und Senatorin Stahmann aufgrund unserer fundierten Kritik schlussendlich nicht mehr an ihrer gewalttätigen Praxis festhalten.

Wir danken all denjenigen, die uns in unserer Kampagne mit sachlicher Expertise und menschenrechtlicher Beharrlichkeit unterstützt haben!