Termine

31. Mai, 18:30 Uhr
Ausstellungseröffnung
Zur Eröffnung von  »Homestory Deutschland – Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart« wird ein Vorstandsmitglied der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland zusammen mit Sunny Omwenyeke, dessen Biografie auch Teil der Ausstellung ist, in die Hintergründe und Ziele der Ausstellung einführen.
Ort:Untere Rathaushalle, Am Markt 21, Bremen
Öffnungszeiten der Ausstellung ab 1. Juni: Mittwoch 15 – 19 Uhr, Donnerstag bis Sonntag 11 – 18 Uhr

Weitere Termine/ Rahmenprogramm gibt es hier.


29. Mai, 19:00 Uhr
Für gute Bildung für Geflüchtete und Zugewanderte im Land Bremen
Wie steht es um das Recht auf Bildung von Geflüchteten? Warum haben hunderte Kinder immer noch keinen Schulplatz? Ist die Qualität der Bildung abgesichert?
Was sind die inhaltlichen Herausforderungen für Lehrkräfte? Unter welchen Bedingungen arbeiten die neu eingestellten Lehrkräfte?
Können geflüchtete Lehrkräfte hier arbeiten?
In einer gemeinsamen öffentlichen Veranstaltung von der GEW Bremen und dem Flüchtlingsrat Bremen werden ein Aufriss der Problemlage und mögliche Lösungen skizziert.
Ort:DGB Haus – Tivoli Saal

23. Mai, 19:00 Uhr
Perspektive Mittelmeer
Die derzeit tödlichste Fluchtroute nach Europa führt über das Mittelmeer. Die EU-Regierungen weigern sich, sichere Fluchtrouten zu schaffen, die Seenotrettung vor der libyschen Küste ist für sie zweitrangig. Diese Lücke füllen seit einigen Jahren mehr und mehr zivilgesellschaftliche Organisationen, die private Missionen zur Seenotrettung anschieben. 40 Prozent aller Rettungen vor der libyschen Küste wurden im letzten Jahr von spendenfinanzierten NGOs durchgeführt.
Das Mittelmeer ist für die allermeisten nur ein kleiner Teil der Strecke, die sie zurücklegen müssen. Die Mittelmeerroute nach Europa müssen vor allem Menschen aus Ländern südlich der Sahara nehmen. Zwischen ihnen liegen sprichwörtlich zwei Meere. Das Sandmeer der Sahara ist vermutlich der gefährlichere Teil der Strecke. Hier gibt es keine offiziellen Zahlen über die Menschen, die es nicht schaffen. Nur sehr grobe Schätzungen. Auch Berichte über diese Strecke sind eher selten zu hören. Für Journalist*innen ist es extrem schwierig hier zu recherchieren.
An diesem Abend werden zwei Menschen von Erlebnissen und Erfahrungen berichten, die unterschiedliche Perspektiven beinhalten. Der eine war als Aktivist in der Seenotrettung vor der libyschen Küste im Einsatz, der andere kam über die Mittelmeerroute nach Bremen – aus Eritrea. In einem Gespräch berichten beide gemeinsam von ihren Erfahrungen. 
Ergänzend zur Veranstaltung werden Fotos des französischen Fotografen Anthony Jean ausgestellt, der im März zwei Wochen mit Jugend Rettet e.V. Einsätze der Iuventa vor der lybischen Küste dokumentiert hat. www.ajean.photography
Eine Veranstaltung von Bremer Flüchtlingsrat, Jugendliche ohne Grenzen, Jugend Rettet e.V.
Ort: Kukoon, Buntentorsteinweg, Bremen

5. April, 19:00 Uhr
Von wegen sicher

Veranstaltung zur aktuellen Situation in Afghanistan und Kritik der bundesdeutschen Abschiebepolitik In der Veranstaltung wird Andreas Kramer, Vorstand der Afghanisch-deutschen Kulturinitiative über die aktuelle Situation vor Ort berichten. Claudia Haydt von der Informationsstelle Militarisierung wird demgegenüber den Blick auf die bundesdeutsche Migrationspolitik und dahinterstehende Interessen richten und der Frage nachgehen, warum die Bundesregierung Afghanistan entgegen aller Fakten als »sicher« erklärt. Zum Abschluss wird Hassan Safari von Jugendliche ohne Grenzen erzählen, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf die in der BRD lebenden afghanischen Staatsangehörige haben
DGB-Haus, Bahnhofsplatz 22, Bremen

5. April, 19:30 Uhr
Richard Gauch (BI Leipzig Korrektiv) berichtet über die Lage der Roma in Ungarn.
Vortrag im Rahmen der Ausstellung „Ohh Porajmos – Illustrationen zur Diskriminierungs- und Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma“ in Kooperation mit dem Flüchtlingsrat

Buchte, Buchtstraße 14/15, Bremen


30. März, 19:30 Uhr 
Bericht von Vertreter*innen des Flüchtlingsrats Bremen
über die vermeintliche Sicherheit der abgeschobenen Roma in Kosovo, Serbien, Mazedonien.

Bericht im Rahmen der Ausstellung „Ohh Porajmos – Illustrationen zur Diskriminierungs- und Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma“ in Kooperation mit dem Flüchtlingsrat
Buchte, Buchtstraße 14/15, Bremen

23. März, 15 Uhr
Zeitzeugen-Gespräche als Methode der politischen Sensibilisierung
LIS Landesinstitut für Schule, Weidedamm 20, Bremen
Das Zeitzeugen-Projekt des Bremer Flüchtlingsrats bietet seit September 2016 Schul-Workshops zur Auseinandersetzung mit Flucht und Asyl und die eigene Verstrickung in diese Kontexte an. Dabei liegt der Fokus darauf, die Perspektive von geflüchteten Menschen selbst sichtbar zu machen.
Im Rahmen von Zeitzeugen-Gesprächen erzählen Teamerinnen und Teamer, die selbst durch ihre Flucht nach Bremen gekommen sind, welche Erfahrungen sie unterwegs aber auch nach ihrer Ankunft in Deutschland gemacht haben, welche Hürden ihnen in den Weg gestellt wurden und was aus ihrer Sicht notwendig wäre, um diese Hürden zu überwinden.
Unterstützt durch Teamer des Flüchtlingsrats werden somit sowohl sachliche als auch biografische Hintergründe zu Flucht & Asyl vermittelt. Die Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen auf diese Weise dazu angeregt werden, die eigene Verantwortung und Denkmuster zu hinterfragen und Handlungsmöglichkeiten zu einer solidarischeren Gesellschaft zu entwickeln.
Bei dieser Veranstaltung werden wir zunächst das Zeitzeugen-Projekt als mögliche Unterrichtsergänzung vorstellen. Im Anschluss möchten wir mit den Anwesenden einen Workshop in seiner eigentlichen Form durchführen und so in den direkten Austausch über die Lebensrealitäten von geflüchteten Menschen, aber auch über Selbst- & Fremdbestimmtheit kommen. Link

ab 1. März
»Ohh Porajmos – Illustrationen von Boris Weinrich zur Diskriminierungs- und Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma«
Ausstellung in der Stadtbibliothek Bremen
In der vom Landesverein der Sinti in Hamburg herausgegebenen Ausstellung „Ohh Porajmos…“ geht es um die Verfolgung und Ermordung der (deutschen) Sinti und Roma während des Nationalsozialismus – in Kooperation mit dem Flüchtlingsrat

15. Februar, 19 Uhr
Von wegen sicher –
Sichere Herkunftsstaaten in der Balkanregion? Vortrag und Gespräch mit Tamara Baković-Jadžić (Belgrad) u.a.
Kulturzentrum Kukoon, Buntentorsteinweg 29, 28201 Bremen
Nachdem Bundestag und Bundesrat im Herbst 2014 und 2015 die Länder des Balkans zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt haben, werden nicht nur AsylbewerberInnen aus diesen Ländern, viele von ihnen Roma, als AntragstellerInnen zweiter Klasse behandelt. Die Asylverfahren sind verkürzt, die Anträge werden zu fast 100 Prozent abgelehnt, sie werden in speziellen Lagern untergebracht, mit verschärfter Residenzpflicht und ohne Taschengeld. Gleichzeitig hat diese Regelung dramatische Folgen für über 20.000 Roma, die infolge des Kosovokonflikts 1999 nach Deutschland geflohen sind und seitdem mit einem Duldungsstatus in Deutschland leben. Ihnen droht nun die Abschiebung, in mehreren Bundesländern nimmt die Zahl der Abschiebungen bereits seit Monaten deutlich zu. Siehe auch: rosa


 

23. Nov. 2016 – 28. Feb. 2017
Escape: Refugees in Bremen – Fluchtursachen verstehen
Ausstellung, Zentralbibliothek Bremen, 2. OG

Die Ausstellung beleuchtet Fluchtursachen und stellt geflüchtete Menschen vor, die mittlerweile in Bremen leben.
Nie zuvor waren so viele Menschen auf der Flucht. Kriege, autoritäre Regierungen, Terrormilizen und politische Verfolgung in zahlreichen Ländern haben zu Vertreibung und Massenflucht in den letzten Jahren geführt. Zu beobachten ist zudem eine rasante Zunahme der Zahl von Menschen, die wegen den Folgen des Klimawandels, von Landraub, der global wachsenden ökonomischen Ungleichheit oder anderer Gründe aus ihrer Heimat fliehen.
Die Ursachen von Flucht sind dabei vielfältig und häufig miteinander verbunden. Oftmals sind sie das Ergebnis von politischen Entscheidungen. Wenngleich viel über die Bekämpfung von Fluchtursachen gesprochen wird, werden diese meistens nicht konkret benannt und schon gar nicht abgeschafft. Die Ausstellung setzt hier an und möchte unterschiedliche Fluchtursachen beleuchten. Sie stellt geflüchtete Menschen vor, die mittlerweile in Bremen leben und über die Motive ihrer Flucht erzählen.
Eine Ausstellung vom Bremer entwicklungspolitischen Netzwerk in Kooperation mit der Stadtbibliothek Bremen, dem Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), dem Pan-Afrikanischer Kulturverein und dem Flüchtlingsrat Bremen

 

8. Dezember, 19 Uhr
Warum ist so wenig gut in Afghanistan?

Überseemuseum, Bahnhofsplatz 13

Dr. Katja Mielke, Sozialwissenschaftlerin am Internationalen Konversionszentrum Bonn (BICC), einem Friedens- und Konfliktforschungsinstitut, erläutert die Hintergründe der aktuellen Situation in Afghanistan. Sie kennt das Land aus zahlreichen Forschungsaufenthalten, zuletzt im Oktober 2016.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Afghanisch-Deutsche-Kulturinitiative, Bremer Friedensforum und biz

 

23. November, 19 Uhr
Ausländerrecht im rasenden Wandel – Auswirkungen für Flüchtlinge
Asylpakete I/II und Integrationsgesetz
Informationsveranstaltung im DGB Haus
Bahnhofsvorplatz, Bremen

 

16. November, 19:30 Uhr
Schritte auf dem Weg zum Frieden in Afghanistan

06. Oktober, 12 Uhr
Schule für alle!
Kundgebung vor der Bürgerschaft Bremen14199512_1102357469857427_6009614220592910217_n
schule-fuer-alle.de

20. Juni- 20. August
Helfen & verdienen?
Das Geschäft zwischen Solidarität und Sonderangebot

Ausstellung im Flüchtlingsrat Bremen
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Zur gesellschaftlichen Diskussion über Schutz und Integration hat sich unlängst ein Markt der Möglichkeiten für vermeintliche Bedarfe von Geflüchteten entwickelt, den wir mit dieser Ausstellung und Veranstaltungsreihe kritisch beleuchten.

Anhand von Emails, Akquisematerialien und Hintergrundinformationen wird eine kritische Auseinandersetzung mit der Industrialisierung der Flüchtlingsaufnahme möglich.
Weiterführende Infos und Diskussionen werden im Rahmenprogramm ermöglicht.
Ort: St. Jürgenstr. 102

20. August, 15 Uhr
Coffee & Politics. Nachmittagsveranstaltung im Flüchtlingsrat.

Business as usual? Panorama der Ökonomie der Flucht*
Abschlussveranstaltung der Ausstellung Helfen&Verdienen? – Das Geschäft zwischen Solidarität und Sonderangeboten
mit Vortrag und Diskussion bei Kaffee und Kuchen.
Wir laden Euch ein, mit uns im lockeren Rahmen den Abschluss unserer Ausstellung Helfen&Verdienen? zu begehen. Zum letzten Mal werden ab 14 Uhr die als Hilfsangebote deklarierten Mails inkl. aufbereiteter Hintergrundinformationen gezeigt, die der Flüchtlingsrat seit vergangenem Sommer von kommerziellen Anbietern aus dem gesamten Bundesgebiet erhalten hat.
Bei Kaffee und Kuchen wird die Migrationsforscherin Ramona Fischer ab 15 Uhr einen Impulsvortrag zur Ökonomie der Flucht halten. Der kurze Überblick soll den Anstoß für Gespräche und Austausch geben. Die Veranstaltung endet um 17 Uhr.

Business as usual? Panorama der Ökonomie der Flucht – Abstract:
Im Nachgang des ‚langen Sommers der Migration‘ ist in medialen wie wissenschaftlichen Debatten vermehrt die Rede von einer Ökonomie der Flucht. Im Fokus stehen meist Kosten-Nutzen-Abwägungen für den bundesdeutschen Kontext als Zufluchtsort. Doch was kann Ökonomie der Flucht darüber hinaus eigentlich bedeuten? Und wer sind die Profiteur_innen? Im Rahmen der
Ausstellung „Helfen&Verdienen?“ wird mit diesem Impulsvortrag der Blick auf das breite Bedeutungsspektrum der Ökonomie(n) der Flucht geweitet und somit Denkanstöße für eine Diskussion geliefert, die über den Tellerrand der BRD schaut.
Die Ausstellung ist Samstag geöffnet von 14–17 Uhr
Ort: Flüchtlingsrat Bremen, St. Jürgenstr. 102

 

18. Juli, 19:30 Uhr
Schutz und Sicherheit – nur für wen?
Bericht über die Situation in Hamburgs Flüchtlingslagern
Ort: St. Jürgenstr. 102

Der Flüchtlingsrat Hamburg hat beim Verwaltungsgericht eine Musterklage mit dem Ziel eingereicht, ungehinderten Zugang zu den Flüchtlingsunterkünften zu erhalten. Die Klage, unterstützt von Pro Asyl, richtet sich auf Einrichtungen innerhalb des Stadtgebiets sowie die Unterkunft in Nostorf/Horst (Mecklenburg-Vorpommern), in der Hamburg Flüchtlinge unterbringt. Denn ohne Zugang ist auch keine unabhängige (Rechts)Beratung möglich.
Sigrid Töpfer ist Aufenthaltsrechtlerin und im Flüchtlingsrat Hamburg engagiert. Sie gibt einen Einblick in die Praxis zur Aufnahmesituation, die Beratungs-  und Gerichtsrealitäten auch in Bezug zum Thema der Ausstellung „Helfen und verdienen?“ in Bremen.

Vor dem Hintergrund , dass die Auslagerung von Flüchtlingen in Massenunterkünfte seit Jahren und nach der Umsetzung des AsylbeschleunigungsG immer häufiger wird, wird damit auch ein Beratungsbedarf und eine Kontrolle der Menschen – und Konventionsrechte immer wichtiger. Das Klageverfahren basiert auf dem Zutrittsrecht in Flüchtlingslager und das allgemeine Bratungsrecht auf der Basis der Aufnahmerichtlinie 2013/33 / EU des Europäischen Parlamentes und Rates vom 26. Juni 2013 , die bis Mitte 2015 hätte in nationales Recht umgesetzt werden müssen.
Seit dem Jahre 2000 besteht für unabhängige Beratung durch Beauftragte des Flüchtlingsrats Hamburg u.a. kein Zutritt zum Lager Horst, eine temporäre Vereinbarungmit Vertretern des FR Mecklenburg–Vorpommern wurde an wenige konkrete Personen geknüpft. Seit Bestehen der Unterkunft Schnackenburgallee in Hamburg gab es nie geregelten Zugang von unabhängigen Beratern, von einzelnen Ehrenamtlichen abgesehen. Sogar der Presse wurde regelmäßig Zugang verweigert oder erschwert, parlamentarische Abgeordnete kamen entweder gar nicht oder nur eingeschränkt nach Vorverhandlungen und in ständiger offizieller Begleitung in die Unterkunft.

 

31. März, 19 Uhr
Sichere Zonen in Afghanistan?
Vortrag von Thomas Ruttig
im DGB-Haus, Bahnhofsplatz 22, Tivolisaal

Angesichts der gegenwärtigen Situation in Afghanistan und De Mazieres Bericht an die Innenminister, findet am 31.3 eine Veranstaltung im DBG Haus statt. Nach 11.000 zivilen Opfern im letzten Jahr, sieben schwerwiegende Angriffe allein auf Kabul in 2016 und der Aussage vom afghanischen Flüchtlingsminister das 31/34 Provinzen nicht sicher sind, scheint die Fragestellung einen rhetorischen Charakter zu haben.
Für die Veranstaltung konnte Thomas Ruttig, ein Experte in Sachen Afghanistan, gewonnen werden.

 

+ 2015

3. Dezember, 19:30 Uhr
Europa am Wendepunkt: Vom langen Sommer der Migration zum kalten Herbst?
Eindrücke von der Balkanroute und aus der Ägäis
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im DGB-Haus Bremen (beim Hauptbahnhof)

Bericht und Diskussion mit Marion Bayer und Hagen Kopp (Welcome to Europe), inklusive Bildern und Dokufilm. In der Diskussion soll auch die aktuelle Unterbringungsdiskussion von Geflüchteten in Bremen zur Sprache kommen.

Mit der Ankündigung von Schnellverfahren und Massenabschiebungen, von Entrechtung und Selektionszentren versucht die deutsche Regierung derzeit, Flüchtlinge abzuschrecken und von Deutschland fernzuhalten. Noch immer sind jedoch Tausende entlang der Balkanroute unterwegs und trotz der im Winter immer riskanter werdenden Überfahrt kommen weiterhin Flüchtlinge auf den griechischen Inseln an. Die Gefahr, dass es zu Rückstaus kommt und die Menschen in einer untragbaren Situation verharren müssen, ist groß. Doch das neue Selbstbewusstsein der Flüchtlinge und Migrant_innen und die Stärke, mit der sie ihre Bewegungsfreiheit durchsetzen, werden von der EU und einer Politik der Abwehr nicht so einfach gebrochen werden können. Die Verteidigung der Festung Europa hat einen hohen Preis. Europa steht am Wendepunkt: Sollen Flüchtlinge an den Außengrenzen dem Sterben überlassen, in Lager gesperrt oder gar erschossen werden? Europa ist in Bewegung geraten. Was können wir tun, damit es nicht in alte Muster von Abwehr und Abschreckung zurückfällt?

Diese und weitere Fragen wollen wir bei der Veranstaltung diskutieren. Dabei soll es auch ausdrücklich um die Unterbringungssituation von Geflüchteten in Bremen gehen. Denn es steht zu befürchten, dass Hunderte den Winter in Zelten verbringen müssen, dagegen soll am 5. Dezember eine Aktion unter dem Motto „Kein leeres Haus, kein volles Zelt! Wohnraum für Alle!“ stattfinden.

Veranstalter: Die Veranstaltung wird organisiert von Forschungsgesellschaft Flucht und Migration (www.ffm-online.org), Flüchtlingsrat Bremen (www.fluechtlingsrat-bremen.de) und Afrique-Europe-Interact (www.afrique-europe-interact.net).

„Moving Europe“ heißt das Kooperationsprojekt von bordermonitoring.eu, Forschungsgesellschaft Flucht und Migration, medico international und Welcome to Europe, das Ende Oktober gestartet ist. Der Moving Europe-Bus versorgt Flüchtlinge auf der Balkanroute mit Strom für Mobiltelefone, Internet und vor allem mit Informationen für die weitere Reise. Hagen Kopp war in den letzten Wochen entlang der Balkanroute unterwegs und informiert über die sich dort ständig verändernde Situation. Marion Bayer hat in den letzten Wochen die Ankunft vieler Flüchtlinge auf Lesbos erlebt und berichtet aus Griechenland. Weitere Infos unter: www.moving-europe.org

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26. November, 19:00 Uhr
Für Roma nicht sicher –
mazedonien_cover Bericht über juristische, medizinische und journalistische Recherchen in Mazedonien
im Gesundheitsamt Bremen, Rosenpavillon, Horner Straße 60, 28203 Bremen

Dr. Andrea Vogel und weitere VertreterInnen der Recherchegruppe berichten. Mehr Infos: hier

Eine Veranstaltung in Kooperation mit REFUGIO Bremen und mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg Initiative.

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Asyl ist Menschenrecht – Eine Ausstellung zum Thema Flucht, Flüchtlinge und Asyl
vom 25.9. – 23.10.2015
im Bürgerhaus Vegesack

Aktuell sind mehr Menschen auf der Flucht als jemals zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg. Die meisten von Ihnen bleiben in ihrer Region – entweder als Binnenvertriebene in ihrem eigenen Land oder in den Nachbarstaaten. Nur ein kleiner Teil kommt nach Europa, oft auf lebensgefährlichen Fluchtwegen.

Angesichts dieser Flüchtlingskatastrophe wächst die Herausforderung an die Staaten Europas, unter ihnen Deutschlands, sich ihrer Verantwortung zu stellen und mehr für den Schutz der Menschen zu tun. Was unternehmen sie, um den humanitären und politischen Anforderungen gerecht zu werden? Wie agieren sie gegenüber Flüchtlingen an ihren Grenzen? Wie sieht es
mit der Bereitschaft aus, Menschen aufzunehmen und ihnen eine Lebens-Perspektive zu geben? Diese Informationsausstellung versucht Antworten zu geben. Sie schildert die Lage in Kriegs- und Krisengebieten sowie in den Nachbarregionen. Sie informiert über Fluchtursachen und Fluchtwege. Sie berichtet über die Situation an den EU-Außengrenzen sowie im Inneren Europas und Deutschlands.

25. September 2015, 17:30 Uhr
ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG

durch den Schirmherr, Heiko Dornstedt, Ortsamtsleiter Vegesack. Einführung: (Flüchtlingsrat) und Wolfgang Berger (Amnesty International Bremen)

7. Oktober 2015, 19:00 Uhr
Asylrecht – geht es »allein um Paragraphen«?

Vortrag mit Rechtsanwalt Alexander Wagner
Rechtsanwalt Wagner gibt einen Einblick in die Verfahrensweise der Antragstellung und benennt Hürden bei der Anerkennung als Schutzberechtige/r.

14. Oktober 2015, 19:00 Uhr
Weihnachten im Zelt ? – Wie geht Bremen mit Flüchtlingen um?
Diskussionsveranstaltung u.a. mit
Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport
Holger Dieckmann, Innere Mission,
Beate Garbe, Leiterin Amt für soziale Dienste Bremen-Nord,
Joachim Barloschky, AK Menschenrecht auf Wohnen

Alle Veranstaltungen finden im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus in Vegesack statt.

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15. Juni 2015, 10:00 bis 17:00
Stadtbibliothek, Am Wall Bremen

FAKULTATIV ROBUST? Fakultativ rassistisch?
Fachtag zur geschlossenen Unterbringung

Mit Workshops und Vorträgen. Weitere Infos hier.

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16. April 2015, 20:30 Uhr
Film WILLKOMMEN AUF DEUTSCH (mit Regisseur Hauke Wendler) im Kino City46

Landkreis Harburg, 240.000 Einwohner, Backsteinhäuser, Weideland – hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Doch jetzt leben traumatisierte Flüchtlinge neben DorfbewohnerInnen, die sich angesichts der neuen Nachbarn um ihre Töchter und den Verkaufswert ihrer Eigenheime sorgen. Junge Männer, die Krieg, Armut und Perspektivlosigkeit entfliehen wollten, sollen in einem 400-Seelen-Dorf untergebracht werden, das weder Bäcker noch Supermarkt hat.
Wie passt es zusammen, dass Menschen beteuern, sie hätten nichts gegen „Ausländer“, kurz darauf aber Bürgerinitiativen gründen, weil sie angesichts eines neuen Asylbewerberheims um die körperliche Unversehrtheit ihrer Töchter oder den Marktwert Ihrer Eigenheime fürchten?
Dokumentarfilm, 2014. Regie: Hauke Wendler

TRAILER: http://www.willkommen-auf-deutsch.de/trailer.htm
Presse: http://www.taz.de/!156256/
weitere TERMINE:
17.04. + 20.04.2015 | 18:00 | City 46

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23. Januar 2015 von 16-19 Uhr
Paritätisches Bildungswerk Raum 209, Faulenstraße 31

Dublin-III-Fortbildung

Der Flüchtlingsrat bietet eine Fortbildung zum Thema Dublin III an. Die Fortbildung soll der fachlichen Vertiefung der Neuerungen der Dublin Verordnungen dienen. Vorkenntnisse sind notwendig, welche einen Erfahrungsaustausch über die Verfahrensweise ermöglichen. Referentin ist Fachanwältin und Vorstandsmitglied des Niedersächsischen Flüchtlingsrates Claire Deery.Die Fortbildung ist kostenlos. Hintergrundinformationen und Materialien sind ´´EU Aufnahmerichtlinie bis Neufassung Dublin Verordnung´´ auf folgender Website:

http://www.fluechtlingsrat-bremen.de/materialien/

+ 2014

Do, 27. November, 19 Uhr
Gesundheitsamt, Hornerstraße 60-70 (EG, ROSEN­PAVILLON)

Trotz zahlreicher Proteste verschiedener Menschenrechtsorganisationen hat die Bundesregierung Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina per Gesetz als „sichere Herkunftsländer“ eingestuft, obwohl die dortige Menschenrechtssituation unverändert schlecht ist. So wird nun die soziale Ausgrenzung und Diskriminierung von Minderheiten legitimiert. Als „sicher“ gilt nur, dass Asylsuchende, bei denen es sich vor allem um Angehörige der dort diskriminierten Roma-Minderheit handelt, mit einer Ablehnung ihrer Asylanträge rechnen müssen. Über die Folgen der Entscheidung und die Situation für Roma in Serbien und Mazedonien wird Frau Waringo, Autorin und Menschenrechtlerin, bei ihrem Vortrag berichten.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit REFUGIO Bremen

+

Balkan Cinema: ab 24. April im City 46 unterstützt vom Flüchtlingsrat Bremen

Do. 24.4.
My dog Killer
, Spielfilm Slowakei, 2013, 90 min, R: M. Fornay
Eröffnung und Film, Begrüßung durch Libuse Cerna, Bremer Rat für Integration.

Sa. 26.4. + Mi. 30.4. / 20:00
Just the wind
, Spielfilm Ungarn 2012, 90 min, R: B. Fliegauf

So. 27.4. / 20:00
Police, adjective
, Spielfilm Rumänien  2009, 113 min, R: C. Porumboiu

Mo. 28.4. / 20:00
My dog Killer
, Spielfilm Slowakei, 2013, 90 min, R: M. Fornay

Di. 29.4. / 20:00
Valley of sighs
, Dokumentarfilm Rumänien 2012, 55 min, R: M. Lehea
mit Gästen: Regisseur Mihai Andrei Leaha und KulturwissenschaftlerinYvonne Robel

5. Mai/ 19:00
Kontinuitäten der Stigmatisierung von Roma
Vortrag mit Rena Rädle (Belgrad), Wallsaal, Stadtbibliothek Bremen

7. Mai/ 19:30
Gelem, gelem
, Dokumentarfilm Deutschland 1992, 90 min, R: M. Hilscher
Film und Diskussion mit AktivistInnen von “alle-bleiben” (Göttingen)
Kultur im Bunker, Berliner Str. 22c, Bremen. Eintritt frei

Politischer Hintergrund ist das Ende des „Winterabschiebestopps“ für Flüchtlinge aus Balkanstaaten und der Plan der Bundesregierung diese Staaten gesetzlich als „sicher“ einzustufen und damit Asylanträge zukünftig als unbegründet ablehnen zu können – trotz dort nach wie vor existierender struktureller Diskriminierung von Roma. www.balkancinema.de

+ 2013

Mo, 25. November, 16 Uhr
Vor dem Senator des Innern, Contrescarpe 22/24 (Bremen)
Kundgebung & Demo: Fluchtwege öffnen – Tote verhindern: Sofortige Aufnahme der verbliebenen Flüchtlinge im Lager Choucha / Tunesien!

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Di, 19. November, 19 Uhr
Gesundheitsamt, Hornerstraße 60-70
(EG, ROSEN­PAVILLON)

Abgestempelt.
Recherchen zur juristischen + medizinischen Situation von abgeschobenen Roma in Serbien
Prekärstes Arbeiten trotz Krankheit. Selbstgebaute Hütten. Wohnen ohne Strom und Wasser. Diskriminierungen und rassistische Angriffe in so großer Zahl, dass sie systematisch und strukturell wirken. Im Juni 2013 reiste eine Gruppe von AnwältInnen, ÄrztInnen, JournalistInnen und AktivistInnen aus Deutschland, Belgien und Luxemburg nach Serbien und stellt nun ihre Recherchen vor.

Eine Kooperation von Refugio, Flüchtlingsrat, Zuflucht e.V.

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Sa, 2. November, 11 Uhr, Bremen
Lampedusa-Soli Kundgebung bei den Schweinen (Sögestraße/Knochenhauerstraße)
anschließend gemeinsame Zugfahrt nach Hamburg möglich

 

Sa, 2. November, 14 Uhr, Hamburg
Lampedusa-Soli Demo (Hachmannplatz)

Stoppt das Sterben im Mittelmeer! Flüchtlinge willkommen!

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Di, 1. Oktober, 15 – 20 Uhr
Fachtagung „Clearing für UMF“

Mit der steigenden Zahl minderjähriger Flüchtlinge, die ohne Erziehungsberechtigte nach Bremen fliehen, ist das Hilfesystem der Inobhutnahme an seine Grenzen gekommen. Die angekündigte Einführung einer Clearingstelle  für umF in Bremen würde die Chance bieten, mit einer Neuordnung die Lage der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge grundlegend zu verbessern. Unsere Fachtagung will dafür Impulse setzen.

Als ReferentInnen konnten wir gewinnen:

+ Doris Gießen, AWO-Clearingstelle Frankfurt

+ Sara Görtz, Heimstiftung Karlsruhe

+ Klaus Rinschede, Sozialwerk Nazareth e.V aus Norddeich

Nach kurzen Impulsreferaten werden wir in Arbeitsgruppen überlegen, welche Umsetzungsmöglichkeiten für Bremen existieren.

Ort: Berckstr. 27 (Saal), 28359 Bremen-Horn

Anmeldung unter: Ev. Bildungswerk, Telefon: (0421) 3 46 15-35
(Veranst.-Nr.: 132715)
Eine Veranstaltung von Fluchtraum Bremen e.V. – Initiative für Vormundschaften, Zuflucht e.V., Flüchtlingsrat Bremen und Evangelisches Bildungswerk

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Fr, 30. August, 13.00 – 17.00 Uhr
Harmonisierung des Asylrechts in der EU

Fortbildung mit Volker Maria Hügel (GGUA, Münster)
Ort: Ev. Studierendengemeinde (ESG), Parkstraße 107, Bremen

Anmeldung unter: Ev. Bildungswerk, Telefon: (0421) 3 46 15-35
(Veranst.-Nr.: 132714)
Die Veranstaltung ist kostenlos – Die Teilnehmendenzahl begrenzt.

Materialien dazu unter: http://www.fluechtlingsrat-bremen.de/materialien/

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Do, 22. August, 20 Uhr
Can’t be silent

Filmstart des Konzert-Films zur Tour von Heinz Ratz & the refugees im City 46.

Die Regisseurin und ein/e Vertreter/in des Flüchtlingsrat sind anwesend.
Ab dem 22. August im City 46 Bremen
http://www.cant-be-silent.de/

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Fr, 21. Juni, 19 Uhr
Comic Lesung Im Land der Frühaufsteher

Paula Bulling und Salissou M. Oumarou werden ihre Comic-Reportage (avant-Verlag) vorstellen

Ort: paradox, Bernhardstr. 12, Bremen

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So, 21. April, 20 Uhr
Heinz Ratz & the Refugees Konzert

Bundesweite Konzerttournee gegen Ausgrenzung von Flüchtlingen
21. April Konzert im Lagerhaus, Schildstrasse, 20 Uhr

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ab 10. April
Balkan Cinema Bremen

Film- und Vortragsreihe in Kooperation mit dem Flüchtlingsrat.
10.04. 19 Uhr Dokumentarfilm Unsere Schule
Auftaktveranstaltung in der Stadtbibliothek Bremen. Alle Termine unter www.balkancinema.de

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14. und 15. März
Refugees’ Revolution Bus Tour in Bremen

Seit Ende Februar sind die streikenden Flüchtlinge vom Berliner Oranienplatz unterwegs. Mit ihrer “Bus Tour” fahren sie drei Wochen lang verschiedene Lager und Städte an, um auf ihren Kampf aufmerksam zu machen.

Begonnen hatte alles 2012 mit einem über sechsmonatigem Protestcamp in Würzburg und dem anschließendem Protestmarsch nach Berlin im September. Und sie kämpfen weiter!

Der Protest richtete und richtet sich vor allem an andere Flüchtlinge und Asylsuchende. Um sich mit Ihnen auszutauschen, an dem Protest teilzunehmen und gemeinsam die Residenzpflicht zu brechen, um für die Abschaffung der rassistischen Sondergesetze, wie Residenzpflicht und Asylbewerber-leistungsgesetz, zu demonstrieren.

Aber auch alle anderen Unterstützer_innen sind angesprochen, den Kampf gegen diese Isolation zu führen.

Die “Refugees’ Revolution Bus Tour” wird am Donnerstag, den 14. März, Bremen erreichen. Zeigt euch solidarisch, unterstützt die streikenden Flüchtlinge! Wir laden ein zu:

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Do, 14. März, 19 Uhr
Infoveranstaltung + Vokü im paradox Bernhardstrasse, Bremen

 

Dort werden die Aktivist_innen über ihre konkreten Erfahrungen mit den unhaltbaren Zuständen in den Lagern, über die aktuelle Situation in anderen Städten sowie über das Protestcamp in Berlin berichten. Dazu gibt es Infos zur Situation in Bremen.

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Fr, 15. März, 11 Uhr
Öffentliche Pressekonferenz auf dem Marktplatz Bremen

Teilnehmer_innen des refugee bus protest werden öffentlich über die Hintergründe und Ziele ihres Protestes sprechen. Kommt zahlreich und unterstützt sie lautstark.

Infos und weitere Termine: http://refugeesrevolution.blogsport.de/bustour/

+ 2012

03. Dezember, 18 Uhr 45
THE BOY MIR

Zehn Jahre in Afghanistan – Ein Film von Phil Grabsky

Ein beeindruckender Dokumentarfilm über den Alltag des jungen Mir und
seiner Familie sowie den Einfluss der über zehn Jahre dauernden Präsenz
von Hilfsorganisationen und ISAF-Truppen in Afghanistan.

Ort: Cinema Ostertor
anschl. Diskussion mit afghanischen ExilantInnen und
VertreterInnen des Flüchtlingsrat Bremen.

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20. November, 19 Uhr
Lesung und Diskussion mit Mehmet Desde
Folter und Haft in der Türkei

Ein Deutscher in den Mühlen der Willkürjustiz

Ort: Villa Ichon (Bremen)

Mehmet Desde liest aus seinem 2011 erschienen Buch (von Loeper Verlag) und schildert, wie er in die Mühlen der türkischen Willkurjustiz geriet und sich gegen die absurden Vorwürfe der türkischen Polizei zur Wehr setzen musste. Das Buch liefert Informationen aus erster Hand über Folterpraktiken und Haftbedingungen in der Türkei. Nach einem erzwungenen Aufenthalt von insgesamt sechs Jahren und drei Monaten kann Mehmet Desde im Oktober 2008 wieder nach Deutschland zurückkehren. 2012 hat sich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit dem Fall befasst.

Zudem wird die Frage aufgeworfen, ob die deutsche Regierung genug getan hat, um den deutschen Staatsbürger Mehmet Desde vor Zwangsaufenthalt und Inhaftierung in der Türkei zu bewahren. Die Geschichte von Mehmet Desde ist kein Einzelfall. Laut Menschenrechtsstiftung der Türkei (TİHV), seien seit dem Militärputsch im September 1980 eine Million Menschen gefoltert worden.
Mehmet Desde lebt heute in Berlin und engagiert sich in der Menschenrechtsarbeit.
>> Eine Veranstaltung von REFUGIO Bremen e.V. in Kooperation mit Amnesty
International und dem Flüchtlingsrat Bremen.

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6. – 17. November
Rassismus tötet! am Beispiel Mölln
(2)

Die Erinnerung zurück zu erkämpfen – an das Geschehene, an das Vergessene, an das Verschwiegene, an das unter den Teppich Gekehrte, an die Ursachen und die Folgen, an das Davor und das Danach.
Anknüpfend an die Reihe „Rassismus tötet – Lichtenhagen schon vergessen?“ wollen wir mit der Veranstaltungsreihe an die drei Getöteten erinnern und den Überlebenden dieses Anschlags eine Stimme geben.

Termine:

06.11. | 20 Uhr | Lagerhaus (Saal) | Schildstr. 12-19 | Bremen
Podiumsdiskussion: Mölln, Almanya – 20 Jahre nach dem Brand

Wir sprechen mit
– Faruk Arslan, der bei dem Anschlag seine Tochter, seine Mutter und seine Nichte verloren hat,
– dem „Freundeskreis im Gedenken an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992“,
– der Anwältin der Familie Arslan
– und Vassilis Tsianos (angefragt), Soziologe und Mitbegründer von >kanak attak<, über die furchtbare Nacht im November 1992 und die Folgen. Über das Erinnern. Aber auch über Deutschland im November 2012, den lauten und den stillen alltäglichen Rassismus. Und darüber, sich dagegen zu wehren.

11.11. | 17 Uhr | Paradox | Bernhardstr. 12 | Bremen
Film und Gespräch: Nach dem Brand (D 2012, 50 min)

Die Filmemacherin Malou Berlin hat die Familie Arslan über mehrere Jahre begleitet. Der Film zeichnet ein persönliches Portrait von den Überlebenden des Anschlags, ihrem Umgang mit dem Verlust ihrer Angehörigen, ihren Träumen und Wünschen. Die Filmemacherin ist anwesend.

17.11. | 08.15 | Bahnhofsvorplatz, HBF | Bremen

Gemeinsame Zugfahrt zu Demo und Gedenken in Mölln.
Infos:
http://ahl-antifa.org/ | http://rassismus-toetet.de/

Eine Veranstaltungsreihe von Gruppe Ara in Kooperation mit dem Flüchtlingsrat Bremen und der Rosa-Luxemburg Stiftung.

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Do, 27. September, 15 Uhr
Protest von Flüchtlingen
vor der Ausländerbehörde in Bremen im Rahmen des Flüchtlingsmarsches bzw. refugeebusprotest von Würzburg nach Berlin.+++  Ort: Stresemannstr. 48

6 Monate lang haben Flüchtlinge in Würzburg, Aub, Regensburg, Düsseldorf, Bamberg sowie vielen weiteren Städten in öffentlichen Protestzelten und begleitet von großer medialer Aufmerksamkeit gegen ihre systematische Entrechtung und Diskriminierung protestiert. Vor diesem Hintergrund hat am 8. September ein über 600 Kilometer langer Flüchtlingsmarsch von Würzburg nach Berlin begonnen. Zeitgleich ist ebenfalls in Würzburg ein Protestbus Richtung Berlin gestartet, dessen Ziel es ist, in möglichst vielen Orten Deutschlands Flüchtlinge über den Marsch der Flüchtlinge zu informieren.

Am Donnerstag, den 27. September wird der Bus mit zahlreichen FlüchtlingsaktivistInnen auch Bremen erreichen. Neben Begegnungen mit Flüchtlingen in Bremen wird um 15 Uhr eine Protestkundgebung vor der Ausländerbehörde in Bremen stattfinden. Dort werden zum einen Flüchtlinge aus Bremen über ihre konkreten Erfahrungen mit den unhaltbaren Zuständen in der Behörde berichten, zum anderen werden TeilnehmerInnen des Flüchtlingsmarsches bzw. des refugeebusprotest über die Hintergründe und Ziele ihres Protestes sprechen.

Die Aktion am Donnerstag findet zeitlich parallel zur Integrationswoche in Bremen statt. In diesem Sinne möchten wir alle ganz herzlich einladen, an der Aktion teilzunehmen und somit auch die Botschaft zu unterstützen, welche die Flüchtlinge zu Beginn ihres Marsches bzw. ihrer Tour in Würzburg formuliert haben:

„Wir verlassen die festgesetzten Grenzen und die für uns gebauten Käfige, da wir glauben, dass das Konzept, in Asylbewerberheimen zu leben, ungerecht ist. Wir überschreiten diese Grenzen, da wir glauben, dass diese Freiheit das kleinste Recht jedes Menschen ist, und wir werden uns gegen das Abschiebegesetz der Regierung widersetzen, denn diese Gesetze sind nur dazu da, der Regierung finanziell und politisch zu dienen. Es ist das Recht eines jeden Menschen, zu wählen, wo er lebt. Wir, stärker denn je und Schulter an Schulter, tun alles in unserer Macht stehende, um diesen Traum zu erreichen, und werden mit der Unterstützung anderer Asylsuchender in Berlin die Erfüllung unserer Rechte miterleben.“

Die Aktionen der Flüchtlinge in Bremen werden unterstützt und organisiert von zahlreichen Organisationen und Einzelpersonen, darunter die Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen, ACOMPA und Afrique-Europe-Interact und dem Flüchtlingsrat Bremen.

Mehr Informationen zum Flüchtlingsmarsch bzw. zur Bustour finden sich auf folgenden Webseiten: http://www.refugeetentaction.net + http://refugeebusprotest.wordpress.com/

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08. – 25. August
Rassismus tötet! Lichtenhagen – schon vergessen? (1)

Über vier Tage griffen im August 1992 mehrere hundert Menschen die Unterkünfte der Flüchtlinge und Vertragsarbeiter_innen in Rostock-Lichtenhagen mit Steinen und Molotow-Cocktails an, begleitet von tausenden applaudierenden Anwohner_innen.  Rostock war jedoch kein Einzelfall, sondern ein trauriger Höhepunkt einer rassistisch aufgeladenen Stimmung Anfang der Neunziger Jahre im wiedervereinigten Deutschland. Allein 1992 gab es acht Sprengstoff- und 545 Brandanschläge, meist auf Flüchtlingswohnheime.
20 Jahre später leben wir in einem Land, in dem es möglich war, dass eine Nazi-Gruppe unentdeckt mindestens zehn Menschen ermordete und in dem das rassistisch argumentierende Buch von T. Sarrazin das meistverkaufte Buch nach Bibel und Duden ist. Damals wie heute ist Rassismus in weiten Teilen der Bevölkerung, in Politik und Institutionenein tief verinnerlichtes Ordnungs- und vor allem Ausschlussprinzip.

Deshalb hat sich in Bremen ein Bündnis von antirassistischen und antifaschistischen Gruppen, u.a. mit Flüchtlingsrat Bremen und Gruppe ara, gebildet, die im August 2012 verschiedene Veranstaltungen zum Thema anbieten. Am 25.8. gibt es die Möglichkeit für alle Interessierten per Bus ab Bremen zur bundesweiten Demonstration zum Gedenken an das Pogrom nach Rostock-Lichtenhagen zu fahren. Infos über Bus-Tickets gibt’s auf den Veranstaltungen der Reihe. Veranstaltungsreihe in Bremen

TERMINE:

Die Pogrome in Rostock – Politische und geistige Brandstiftung
8.8. | 20.00h | DGB-Haus | Bahnhofsplatz 22-28
Mit einer Referentin der bundesweiten Kampagne „Rassismus tötet!“

Film: “The truth lies in Rostock” (D 1993, 81 min)
11.8. | 18.00h | City46-Kino | Birkenstr.
1

Hörkino: Nicht nur im Osten. Der rassistische Mob in Mannheim-Schönau 1992
17.8. | 19.00h | Sportamt | Auf dem Peterswerder 44

Lesung: „Kaltland“ mit Markus Liske und Manja Präkels
22.8. | 20.00h | Wall-Saal der Stadtbibliothek | Am Wall 201
> Intro: 19.00h | Film “Von Biedermeiern und Brandstiftern“ | Doku, 45 min
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stadtbibliothek Bremen und der Rosa-Luxemburg-Initiative.
»Kaltland« ist im Rotbuch Verlag erschienen.

Busfahrt zur bundesweiten Demonstration zum Gedenken an das Pogrom nach Rostock-Lichtenhagen
25.8. | 14h | Demo in Rostock |
Zeit und Ort der Abfahrt in Bremen werden noch bekannt gegeben.
Infos über Bus-Tickets gibt es auf den Veranstaltungen der Reihe.

flyer-lichtenhagen

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3. August um 17h
Demo am Delmemarkt/Bremen-Neustadt

http://03august.blogsport.de/

Rassistischer Brandanschlag in Bremen-Woltmershausen.

*/Aufklären statt Vertuschen!/*

Am Samstagmorgen (28.7.2012) wurde in Woltmershausen ein Brandanschlag auf ein Einfamilienhaus verübt. Zur Tatzeit befanden sich acht Personen im Haus. Deren Tod wurde billigend in Kauf genommen, wenn nicht sogar
beabsichtigt.
Dem Anschlag vorausgegangen waren rassistische Äußerungen und die konkrete Ankündigung der Tat. Der 20 Jahre alte Sohn der betroffenen Familie kam am frühen Samstagmorgen nach Hause. Wenige Häuser weiter
saßen Nachbarn mit Bekannten auf der Terrasse. Als sie den jungen Mann sahen, skandierten sie lautstark „Ausländer raus“. Der Sohn ignorierte die Rufe und ging ins Haus.
Kurz danach entzündeten die Nachbarn einen Brandsatz, bewaffneten sich mit Kanthölzern und zerstörten die Glasscheibe der Eingangstür. Anders als in der Pressemitteilung der Polizei und in den Medien dargestellt,
handelte es sich nicht nur um einen »brennenden Lappen«. Vielmehr bestand der Brandsatz aus einem T-Shirt und einer größeren Menge Brandbeschleuniger, welcher unter der Tür hindurch in den Hausflur eindrang.
Die Polizei nahm die Täter_innen vorläufig fest. Nachdem diese nach einer dreistündigen Polizeimaßnahme wieder auf freien Fuß gesetzt wurden, baten die Betroffenen um Polizeischutz. Die einzige Reaktion der
Beamten war die Aussage sie „sollten sich doch einen Eimer Wasser neben die Tür stellen“.
Auch informierte die Polizei die Öffentlichkeit nicht. Erst nachdem der Anwalt der betroffenen Familie den Weser-Kurier über den Anschlag in Kenntnis setzte, veröffentlichte die Polizei eine Pressemitteilung. Es
ist offensichtlich, dass die Polizei versucht, das Ereignis als Nachbarschaftsstreitigkeit abzutun und herunterzuspielen. Die Situation der Bewohner_innen des Hauses stellt sich auch deshalb
besonders bedrohlich dar, weil sich die Mehrheit der Nachbarschaft nicht solidarisch mit ihnen zeigt. Im Gegenteil. Teile der Bewohner_innen der Reihenhaussiedlung brachten offen ihre Sympathie für die Tat zum  Ausdruck.
Es gibt unzählige Beispiele für die mörderische Qualität des rassistischen Normalzustands.
180 Tote durch rassistische Gewalt seit der Wende zeigen dies deutlich.

*/Wir wollen und werden uns mit diesem Zustand nicht arrangieren./*

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03. Juli 19 Uhr 30
ach dem Strafurteil die Abschiebung – Doppelbestrafung als rassistische Praxis

Diskussionsrunde im Bürgerhaus Weserterrassen / Osterdeich 70 b, Bremen

Menschen ohne deutschen Pass sind grundsätzlich von Ausweisung bedroht – egal wie lange und mit welchem Status sie hier leben. Ihr Aufenthalt wird als ‚Gastrecht‘ angesehen und kann jederzeit bei ‚Fehlverhalten‘ entzogen werden. So leben über fünf Millionen Menschen in der BRD faktisch auf Probe.
Warum die Ausweisung gegen juristische, sozialpädagogische und menschenrechtliche Grundsätze verstößt, wird in einer Diskussionsrunde beleuchtet.

Prof. Dr. jur. Christine Graebsch, Juristin/Dipl. Kriminologin, FH Dortmund
Frauke Lieberum, Pastorin der Vereinigten Ev. Gemeinde Bremen-Neustadt
Olaf Emig, Sozialpädagoge und Dipl. Kriminologe, Bremen
Prof. Dr. Susanne Spindler, Migrationsforscherin, Hochschule Darmstadt
Moderation: Anneliese Niehoff, Uni Bremen
Details: http://www.fluechtlingsinitiative-bremen.de/?q=node/129

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Mi, 25. April 18h00
„Mitten unter uns – Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit im gesellschaftlichen Alltag“

Der Referent Michael Müller vom Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Uni Bielefeld
hat mitgearbeitet an der Langzeitstudie „Deutsche Zustände“ zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Er wird wesentliche Inhalte der Studie vorstellen.

Ort: Gemeindehaus St.Stephani,  Stephanikirchhof 8, Bremen

Handout_Fassung_Montag_1212.pdf

+ 2011

Home is where your heart is.

Über die Situation aus Deutschland abgeschobener Roma im Kosovo

Eine Diskussionsveranstaltung mit Aktivist/innen der Kampagne „alle bleiben!“

Termin: 24.11.2011, 19.00 Uhr

Ort: Vereinigte Ev. Gemeinde Bremen-Neustadt, Gemeindezentrum Zion, Kornstr. 31

Wir haben Vertreter/innen des Roma Center eingeladen, die soeben zurück von einer Recherchereise aus Serbien und Kosovo sind. Im Gepäck haben sie Filme und Nachrichten zur aktuellen Lage, aus denen ein Bild über die Situation der in den letzten Monaten aus Niedersachsen Abgeschobenen entsteht. Wir wollen mit allen ins Gespräch kommen, die den unhaltbaren Zustand der Abschiebungen ins Elend und die Zwangsverschleppung von Menschen an Orte, an denen sie sich weder Zuhause noch sicher fühlen nicht hinnehmen. Auch bei der kommenden Innenministerkonferenz in Wiesbaden am 9. Dezember wird wieder die Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik auf dem Prüfstand stehen. Gemeinsam gilt es mehr denn je handlungsfähig und aktiv zu werden!

Im Gemeindezentrum Zion wird zeitgleich die Ausstellung „Ohne Heimat“ – Fotos einer Recherchereise von Stefan Dünnwald (Pro Asyl) aus Kosovo und Montenegro gezeigt.

Der Abend wird veranstaltet vom Bündnis hiergeblieben! Delmenhorst-Bremen in Kooperation mit Roma Soli Bremen, Vereinigte Ev. Gemeinde Bremen-Neustadt, Flüchtlingsinitiative Bremen, Flüchtlingsrat Bremen, Medinetz, Avanti Bremen und der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen.

www.roma-center.de | www.alle-bleiben.info

Fortbildung für Haupt und Ehrenamtliche aus der Flüchtlingsarbeit

Aktuelle Veränderungen im Asylbewerber-Leistungsgesetz
Referent: Claudius Voigt (GGUA, Münster)
30.11.2011, 14 – 18 Uhr
Forum Kirche, Hollerallee 75, 28209 Bremen
Anmeldung beim Ev. Bildungswerk erbeten unter

Tel.:0421 346.1535 – KursNr. 112715

Diese Veranstaltung des Flüchtlingsrat Bremen ist kostenlos.

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Fachtagung am 28.09.2011 des IGN zum Thema

Unterbringung von Flüchtlingen im Umbruch –
Eine kritische Betrachtung aus gesundheitlicher Perspektive
Fachtagung mit Vorträgen und Podiumsdiskussion
Mittwoch, 28.9.2011, 13.00 – 17.00 Uhr, Gesundheitsamt

Im Frühjahr 2011 wurde in Bremen die Wohnpflicht in Flüchtlingsheimen auf ein Jahr verkürzt. Zudem hat vor kurzem die Gewoba als größte städtische Wohnungsbaugesellschaft nach öffentlichem Druck zugesichert, keine aufenthaltsrechtlichen Einschränkungen bei der Vergabe von Mietwohnungen an Flüchtlinge mehr zu machen. Ist damit alles erreicht?
Städte wie Leverkusen zeigen uns, dass mehr möglich ist: Dort gibt es seit dem Jahr 2001 keine Heimpflicht mehr. Ein aktueller Bericht des Gesundheitsamtes stellt – einmalig für dieses Feld – die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen in Bremer Heimen seit 2001 dar. Dieser Bericht wird auf der Fachtagung vorgestellt. Das Bremer Modell und allgemeine Regelung der Gesundheitsversorgung haben im Vergleich zu anderen Bundesländern für die Flüchtlinge in Bremen enorme Vorteile. Doch was bedeutet die zwangsweise Unterkunft in einem Flüchtlingsheim für die körperliche und psychische Gesundheit? Besonders vor dem Hintergrund, dass diese Menschen häufig prägende Erfahrungen mit Flucht, Gewalt und anderen Bedrohungen der Sicherheit und körperlichen Unversehrtheit gemacht haben. Dieser Frage will die Fachtagung nachgehen – im Sinne der verantwortlichen Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen.

Vorträge: Felicitas Jung (Gesundheitsamt Bremen): Das Bremer Modell – Gesundheitsversorgung Asylsuchender,
Ralph Keller (Refugio): Die Auswirkung von Heimunterbringung auf die
psychische Gesundheit von Flüchtlingen
Khalida Nawabi: Erfahrungsbericht über die Auswirkungen des Lebens im Heim
Holger Dieckmann (Flüchtlingsinitiative Bremen): Unterbringung und Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen – der gesetzliche Rahmen

Anschließend Podiumsdiskussion zum Thema mit Vertretern und Vertreterinnen aus Politik, Behörde und Gesellschaft: Ralf Schumann (Gewoba), Karl-Heinz Heine (Stadt Leverkusen), Horst Frehe (Staatsrat, Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen), Jutta Becks (ASB),
Marc Millies (Flüchtlingsrat Bremen/ Antirassistisches Plenum).
Moderation: Franzis Binder
Veranstalterin: Arbeitsgruppe Asylsuchende und Papierlose des IGN (Interkulturelles Gesundheitsnetzwerk Bremen) in Zusammenarbeit mit dem MediNetz Bremen

WO? Gesundheitsamt Bremen, Horner Straße 60/70, 28203 Bremen
Rosenpavillon im EG (Eingang 1, Innenhof)

Hier gibt es das dazugehörige Protokoll: Nachbereitung
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Festival contre le Racisme in Bremen 2011
Das Festival contre le Racisme in Bremen, organisiert und durchgeführt von der Universität und der Hochschule Bremen findet vom 6. bis 10. Juni an der Universität und der Hochschule Bremen statt.
Alle Termine hier
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14. Mai 2011, 12 Uhr Demonstration gegen Lagerunterbringung

Bremer Aktionstag gegen rassistische Sondergesetze aufgerufen von verschiedenen Bremer Flüchtlingsinitiativen und -selbstorganisationen.

Gegen Isolation und Ausgrenzung, Gleiche Rechte für alle!

Wohnungen statt Zwangsunterbringung für alle Flüchtlinge!
Keine Arbeitsverbote! Keine Abschiebungen!
Rassistische Sondergesetze müssen abgeschafft werden. JETZT!

Demonstration in die City: 12 Uhr
Treffpunkt: Ludwig-Quidde-Straße 12
(Übergangswohnheim Hastedt)
Auftaktaktion: 10 Uhr, Wardamm 177 (Übergangswohnheim Huchting)

06. Mai, 19 Uhr Villa Ichon Emanzipation der Roma

Der Schriftsteller Jovan Nikolic über den Kampf der Roma für politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung sowie die Arbeit des Vereins Rom e.V. (Köln). Im Rahmen des Balkan Cinema www.balkancinema.de

10. April, 15 Uhr Cinema Ostertor Kino in Bewegung in Kooperation mit dem Flüchtlingsrat Bremen

Draußen bleiben von Alexander Riedel (2007), 84 min.
Zwei Freundinnen, die sich in einer Münchner Flüchtlingsunterkunft kennen gelernt haben: Valentina (16) ist mit ihrer Mutter und ihrem Bruder vor 11 Jahren aus dem Kosovo nach Deutschland geflohen. Suli (17) ist Uigurin. Vor 9 Jahren ist die Familie aus dem Nordwesten Chinas geflohen. Draußen fühlen die beiden Freundinnen sich frei. In der Anonymität der Stadt hängen sie in U-Bahnhöfen, beim Chatten oder auf dem Bolzplatz ab. Valentina ist die Anführerin der Mädchengang; sie nennen sich die “Harras Ladies”! Sie spielen Straßenfußball. Doch eigentlich geht es um andere Dinge.

Trailer: http://draussenbleiben.de/trailer.html

heim[AT] von Kerstin Kimmerle (2011), 13 min.
Flüchtlinge, die in Bremen Asyl beantragen, müssen drei Jahre in sogenannten Übergangswohnheimen leben. Der Film schildert die Situation jener Menschen, denen 6 Quadratmeter Wohnraum pro Person zustehen. Premiere mit Anwesenheit der Macher_innen.

Programmflyer: Kino in Bewegung

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15. Feb, 20 Uhr Bremerhaven Pferdestall
16. Feb, 20 Uhr Oldenburg Polyester
17. Feb, 20 Uhr Bremen Lagerhaus (Gäste: Simon & Jan)

Heinz Ratz („Strom und Wasser“) auf der Tour der 1000 Brücken.
In enger Zusammenarbeit mit PRO ASYL und den Flüchtlingsräten beginnt der Liedermacher und Radikalpoet Heinz Ratz am 6. Januar 2011 seine Tour: 7.000 km will er mit dem Rad zurücklegen, 70 Konzerte in ebenso vielen Städten spielen und die dortigen Flüchtlingslager besuchen. Die „Tour der tausend Brücken“ steht für Ratz´ wichtigstes Anliegen: gegen Diskriminierung und Ausgrenzung, für einen menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen. Infos und Tourdaten: siehe Kampagnen

Simon und Jan siehe:  http://www.youtube.com/watch?v=M11JolAAqKY

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09. Februar, 19 Uhr

LITTLE ALIEN
von Nina Kusturica (Dokumentarfilm, Österreich 2009, OmU deutsch)

Sie sind Teenager, die allein und unter größter Gefahr aus den Krisenregionen der Welt nach Europa flüchten – in der Hoffnung auf eines: ein Leben zu haben. Hier angekommen kämpfen sie für ein normales Leben und gegen ein System, das von ihnen verlangt, ihre Jugend einer ungewissen Zukunft zu opfern.
Little Alien hat einerseits ein feines Sensorium für diese Versatzstücke systematischer Ausgrenzung und Abschottung. Anderseits ist Little Alien den Teenagern mit großer Empathie zugetan: Neben Asha und Nura aus Somalia stehen vor allem Jawid und Alem aus Afghanistan im Zentrum von Kusturicas Beobachtungen in Wien. Bremen Premiere!

Ort: Cinema Ostertor, Bremen – präsentiert vom Flüchtlingsrat Bremen.

> Trailer, Fotos und Details unter www.littlealien.at

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08. Februar, 18 Uhr

Treffen des Flüchtlingsrat

Wo: Konsul-Hackfeld-Haus, 5.Etage (Nebeneingang Birkenstr. 34), Contrescarpe

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04. Februar, 14 – 18 Uhr

Fortbildung für BeraterInnen aus der Flüchtlingsarbeit:
Gesellschaftliche Teilhabe durch Arbeit – auch für Flüchtlinge.

Frau Dr. Barbara Weiser (Caritas Osnabrück) erläutert die Möglichkeiten für den Zugang von Flüchtlingen im Asylbewerberleistungsbezug zu den Förderinstrumenten zur Arbeitsmarktintegration nach SGB III.

Ort: Landesverband Evangelischer Kindertagesstätten, Slevogtstr. 52, Bremen

Anmeldung: Ev. Bildungswerk, Veranstaltungsnr.: 111715

Telefon: 0421 –  3 46 15-35

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20. Januar, 19 Uhr

Treffen der Arbeitsgruppe ’save me Bremen‘

Ort: Flüchtlingsrat Bremen, Berckstr. 27, 28359 Bremen

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19. Januar, 20 Uhr

Abschiebung um jeden Preis?

Hearing und Podiumsdiskussion mit Betroffenen, ExpertInnen, Rechtanwälten und Rechtanwältinnen sowie Bürgerschaftsabgeordneten.

Eine Veranstaltung vom Bündnis Bremer Flüchtlings- und antirassistischer Initiativen. Flyer

Ort: Villa Ichon, Raum 2, Goetheplatz 4, 28203 Bremen

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Regelmäßig: Treffen des Flüchtlingsrat: jeden 2. Dienstag im Monat um 18 Uhr

Wo: Konsul-Hackfeld-Haus, 5.Etage (Nebeneingang Birkenstr. 34), Contrescarpe 101, 28195 Bremen

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